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joerx

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May 3rd, 2005

11:45 am: Bohring !
Ich liebe Kreativität. Jeder Mensch sollte seinen Job mit Liebe und Hingabe bewerkstelligen. Ein Lied auf den Lippen erleichtert die Arbeit ungemein und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Doch es gibt Grenzen.

Ich werde die Melodei, die mich heute morgen aus dem Schlaf gerissen hat, Schlagwerk in HILTI nennen. Normalerweise ist es ein langes nervendes Dröhnen, man kann es ignorieren weil das Gehirn dieses Geräusch ausblenden kann. Doch dieser Handwerker zeichnete sich durch ein Rythmus aus den die Nine Inch Nails nicht hätten besser vollbringen können. Einstürtzende Neubauten in ihrer frühen Phase waren Dreck dagegen. Kurze Schläge, gepaart mit langanhaltendes Geknatter, im 4/4 Takt. Dann Abrupter Stilwechsel zu einer Art Freejazz. Und wieder die 200 Bpm des Schlagbohrers vermischt mit 2/3 Takten. Irre !

Mit einer Hingabe zelebrierte dieser Mensch sein Handwerk. Langsam wurde mir klar das die Nacht nun endgültig vorbei ward. Die roten Augen starr aufs Fenster gerichtet. Die Gedanken schon beim ersten Liter Kaffee hörte er auf. Einfach so. Aus, Ende, nichts mehr ... Elvis has left the building. Hass ! Sein Glück das es noch so früh war und mein Kreislauf nicht für schlimmst mögliche Gewalttaten bereit war. Das Hirn befahl meinen Körper da jetzt runter zu gehen und den Menschen mit samt seiner HILTI an die Wand zu nageln und hängen lassen. Doch Gott sei Dank gehorchte Körper nicht auf Geist.

Ein Liter Kaffee später, habe ich ihm verziehen. Doch falls er morgen wieder kommen sollte bin ich gewappnet, dann Gnade ihm Gott. !!


May 2nd, 2005

01:01 am: Feiern der Tage 3 und eine 1 als Abschluß

Aller guten Dinge sind 3 !
Third time is a charm !
Jamais deux sans trois !

Ein Sprichwort in Form eines Zitates wird als geflügeltes Wort bezeichnet.

So wir wollten über die 3 Sprechen.
  • 3 ist eine Iluminatenzahl, weil 5 die Quersumme von 23 ist.
  • 3 ist die minimale Anzahl an Mitspielern beim Skat.
  • 3 Musketiere verfechten das Gute.D'Artagnan ist keiner nur ein Lehrling, deswegen zählt er nicht denn die Vier Musketiere waren: Jean Borotra (1898-1994), Jacques Brugnon (1895-1978), Henri Cochet (1901-1987), Rene Lacoste (1904-1996). Und Sie fochten mit einem Tennisschläger und nicht mit dem Degen.
  • 3 ist bei gedrückter Shifttaste ein Paragraph und somit eine juristische Zahl und die 4 kapitalistisch, ebenso wie das e.
  • 3 Päpste gab es in meinem Leben bis jetzt.


3 Tage nacheinander gefeiert. Und neue Zahlen kommen ins Spiel, nämlich die 0,1,2,3,4,5,7 und die 14. 70 Cent sind 0,7 Euro. Es gibt für 0,7 Euro 0,2 Liter Bier, somit kostet 1 Liter Bier 3,5 Euro. 14 Euro musste an der Kasse gezahlt werden, also 20 Bier - 4 Liter - 14 Euro. 20 Bier, 4 Liter, 14 Euro reichen aus um den Nachhauseweg zu vergessen. Diese Rechnung ist aber auch nur theoretisch genau weil ich vergessen habe wieviel der Eintritt gekostet hat. Beruhigend ist wenn man dann neben einer bekannten Person aufwacht. Beunruhigend ist dann wenn man nach dem verzweifelten Versuch sich zu erinnern feststellt, dass es heute Abend weiter geht.

Das war Tag 1 und der morgen von Tag 2, nun folgt abend Tag Nummer 2. Ich habe vergessen was ich am Freitag gemacht habe. Ernsthaft, den Donnerstag weiß ich noch, den Samstag auch noch, aber Freitag ? Armer Freitag hast es eigentlich nicht verdient vergessen zu werden ich versuch mich mal ganz doll zu erinnern. .

Nun ich habe mich nicht erinnert, es wurde mir aus einer zuverlässigen Quelle, die hier nicht nennen möchte, es könnte meinem Informaten auffliegen lassen, in der Küche unserer WG ins Ohr geflüstert. Nennen wir Sie die Stimme aus dem Off. Und wieder kommt die magische Zahl 3 ins Spiel, mindestens 3 Personen braucht man um von einer sozialen Gruppe zu sprechen. Da wir mindestens 3 sind und eine Frau, also 4, sind wir die zweitniedrigste soziale Grupierung. Die Männer hier sind genau eine soziale Gruppierung, also die niedrigste . Niedrigste soziale Gruppierung -3 Männer - junge junge ich schreib mich hier um Kopf und Kragen. 3 Frauen sind im übrigen auch die niedrigste soziale Gruppe. Aber wir schweifen ab.

Wir waren auf dem Campus - Ersemesterparty- In Zahlen: 3,2,1,0 - 3 Flaschen Wein, 2 Tequilla, 1 Wodka, 0 Erinnerung an den Nachhauseweg. Der Samstag - um 1940 im nördlichen Bereich Deutschlands wurde nur der Begriff Sonnabend verwendet - beginnt wie der Freitag begonnen hat. Durch diese Feierei bis dato habe ich vergessen Wäsche zu waschen und hatte keine frische Hose mehr.

Mitbewohners, dieses Wort wird hier häufiger fallen deswegen verwenden ich das Kürzel MBW- für Mitbewohner und für MBW+ für Mitbewohnerin. Mein MBW- hat mir dann eine seiner Hosen geliehen und einen Nietengürtel weil man Hosen um die Hüften trägt und diese mir rutschte. Der MBW- machte reichlich Gebrauch davon es jedem zu erzählen, dass ich seine Hose trage. Er erzählte es der MBW+ seiner Freundin, die widerum ihrem eigenen MBW- und so weiß nun ganz Koblenz das ich am Samstag die Groovalistic nicht in eigenen Hosen besucht habe.

Ein Glas voll mit Schnaps, Long Island Ice Tea Schnapsversion mit fast keiner Cola. Alibibräune um das ganze nicht ganz so Gefährlich aussehen zu lassen.

Hier das Rezept für den Ice Tea :

* 2 cl weißer Rum
* 2 cl Wodka
* 2 cl weißer Tequila
* 2 cl Gin
* 2 cl Curacao Triple Sec oder Cointreau
* 2 cl Limettensirup
* Cola

Rum, Wodka, Gin, Tequila, Triple Sec und Limettensirup in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas geben, mischen und mit Cola auffüllen



Und nun das Rezept der Schnapsversion:

Dieselben Zutaten, ein 0,5l Glas und alles solange reinschütten bis das Glas fast voll ist und dann ein Spritzer Cola und Limette drauf und ab dafür ! Ich hatte Gott sei Dank keinen aber jemanden den ich kenne und es war auch dann noch ein gefährliches Gesöff als es, endlich halbvoll, nochmals mit Cola aufgefüllt worden ist.


Fazit:
  • 2x den Nachhauseweg vergessen
  • 1x nicht, aber mit bunten Lichtern vor den Augen
  • einen dauerhaften Alkoholpegel von mind. 0,9‰
  • Morgens um 5:30 den Parmesan verschüttet
  • ca. 10 Minuten später ein Bier auf dem Fußboden
  • 15 Minuten später bei dem Versuch französische Zigaretten zu ziehen
    einen Polen kennengelernt der Marlboro raucht
  • Helge Schneider beim einparken zugesehen
  • Zu träge und kaputt um den Tag der Arbeit zu feiern 1deutig zuviel




Current Music: orbital - lost

April 27th, 2005

01:33 am:


Mal was ernstes zur Abwechslung


Ich verspüre eine innere Unruhe in mir. Ein Gefühl das sich zur Zeit nur schwer umschreiben lässt. Es läuft gut zur Zeit, ich bin glücklich verliebt, mein Leben ändert sich gerade wiedereinmal - ausnahmsweise mal in eine positive Richtung - meine neue WG ist der absolute Renner es könnte eigentlich nicht besser laufen. Doch irgendwie brennt in mir ein Feuer, ein Verlangen nach - wie soll ich es beschreiben - nach Taten. Nach Veränderung, nach Gerechtigkeit nach Revolution.

Es ist nicht der übliche Weltschmerz der mich packt. Es ist ein Zustand der sich schnell in Hass umwandeln könnte und das ist eigentlich nicht mein bestreben. Ich fühle mich wie ein Raubtier das in einen Käfig gesperrt wurde, von dummen Menschen begafft, die mich lieber im Zoo sehen als meine Umwelt, meine eigentliche Herkunft, zu schützen. Ich möchte nicht irgendwann einmal in einen Zoo für unverbesserliche Weltveränderer sitzen und mich begaffen lassen.

Die Rebellion mittels Worten scheint ein aussichtsloser Kampf zu sein und die mittels Waffen ein ebenso sinnloser. RAF hats gezeigt. Links zu sein verkommt immer mehr zu einem Modetrend den die gelangweilte hippe Jugendkultur für sich entdeckt hat. Ich bin es leid diesen Pseudopolitischen Wohlstandskindern erklären zu müssen das nicht die Anzahl der Buttons auf ihren Jacken wichtig ist. Nicht die Nietengürtel und Gesellschaftsfeindlichen T-Shirts.

Ihr kotzt mich alle an.

Diejenigen die meinen das sich mittels THC alles in Wohlgefallen auflösen wird. 1. Mai Steineschmeißen fürs Familienvideo um vor Freunden anzugeben. Alles um Spaß zu haben ! Oh man ! Spaß, wir reden hier nicht von Spaß, es sind Werte die Verteidigt und erneut geschaffen werden müssen.

Es geht um unsere Zukunft und die unserer Kinder. Ihr hasst das Kapital und die Bonzen, ladet dabei die neuesten Klingeltöne runter und konsumiert fleißig und ohne nachzudenken jeden Scheiß der euch Zielgruppengerecht untergejubelt wird.

IHR SEID ZU EINER ZIELGRUPPE GEWORDEN !


Nicht nur für die Staatsmacht, das waren wir schon immer, sondern für die Modeschöpfer, die Musikbranche, die Alkopopphersteller, fürs Fernsehen. In den Medien warten sie nur darauf das ihr anfangt alles kaputt zuschlagen. Gewalt wollen sie sehen und ihr liefert diese dann auch noch. Die Botschaft unseres Protestes geht unter !

Meine Wut richtet sich auch gegen mich. Langsam wird mir klar das ich wohl zu einem Zyniker geworden bin und nur noch kritisieren kann. Das pisst mich noch mehr an als alles andere um mich herum. Ich frage mich wieso das passieren konnte. Es blieb mir wohl keine Wahl.

Oder doch ?

Ich werde es wohl rausfinden müssen. Warum kritisiere ich und habe aufgehört Veränderungen hervorzurufenzuwollen ! Tappe ich vielleicht gerade in die selbe Falle in die zig andere Linke vor mir gelatscht sind ? Und mit erschrecken musste ich feststellen das mir vor kurzen der Satz "Früher war alles besser" über die Lippen gekommen ist. Es ist wohl an der Zeit wiedereinmal nachzudenken. Über mich, über Euch, über alles.

Ich werde aus diesem Käfig ausbrechen, diesen Käfig den ich mir selbst geschaffen habe. Kreativität ist gefragt und meine Umwelt wird dies sehr bald zu spüren bekommen. Denn bevor ich anfange zu hassen werde ich mich eher selbst zerstören. Mit Zerstörung meine ich nicht Selbstmord das ist ja nicht so wild. Viel schlimmer ist die Zerstörung von Idealen. Um es mit den Worten von Cypher aus Matrix I zu sagen, dann werde ich wohl die blaue Pille nehmen - Unwissenheit ist ein Segen ! Und das wäre schlimmer für mich als mein Leben zu beenden.

Auf auf zu neuen Ufern. Wozu habe ich gelernt mittels Manipulation Waren an den Mann/Frau zu bringen ? Sollte man dieses Mittel nicht eher dafür nutzen Sinnvolles zu tun ? Hier beantworte ich auch gerade meine eigene Frage was für ein Schmerz in mir brennt. Ich glaube ich habe mich verkauft an das System welches ich verabscheue. Nun dann werde ich wohl den schlimmsten Feind bekämpfen den man sich wünschen kann - mich ! Beenden wir den Zynismus und öffnen längst verschlossene Augen

Bis dahin

VIVA LA REVOLUTION !






Nachtrag (nach dem Aufstehen)

Nun da ich ausgeschlafen bin und mir nochmals Gedanken über alles gemacht habe, habe ich mich selbst ein wenig vor mir erschreckt. So schlimm sieht es dann doch nicht aus. Nun in manchen Absätzen habe ich Recht in anderen wohl ein wenig übertrieben. Eins ist aber sicher ! Niemals werde ich nur um besser Leben zu können anfangen zu vergessen !

So und nun retten wir die Welt ! Ihr macht mit !


April 18th, 2005

01:55 pm: Ode an die Vermehrungshelfer !


Danke !

Hiermit möchte ich mich herzlichst bei dem Spermazoid
bedanken welches tapfer und heldenhaft sich gegen Millionen
Artgenossen durchgesetz hat um das heilige Ziel der Befruchtung
als erster zu erreichen und mir es ermöglichte die Welt mit meinem
Dasein zu beglücken.

Danke kleiner Freund und Verzeih das ich Milliarden Deiner Artgenossen
sinnlos an die Latexwand eines Kondoms befördert habe und Sie
in der Samenabtötenden Flüssigkeit des Reservoirs verreckt sind.

Ich gestehe, und es tut mir Leid.

Verstehe auch das viele Deiner Kollegen schon in die Welt befördert wurden nur um in einer ihnen nicht bekannten Umgebung ziellos herum zu irren, schon Artgenossen tötend feststellen mussten das es nur ein Tempo ist.

Es tut mir leid, das die Weibchen Dich verarschen in dem Sie mittels Hormone Schwangerschaften vortäuschen und Du nachdem Du dich erfolgreich gegen ein saures Milieu verteidigt hast, etliche Mitkonkurrenten ausgeschaltet, um festzustellen das Du am Ende diese Strapazen völlig umsonst auf Dich genommen hast und es nichts, aber auch gar nichts zu befruchten gibt ? Ich kann verstehen wie Du dich fühlen musst.

Doch ich gelobe Dir der Tag wird kommen an dem Du ausgesandt wirst um dein Werk zu vollenden. Die Zeit, der Ort, die Eizelle, alles wird perfekt sein. Ich werde Kerzen für Dich anzünden, mich gesund ernähren, das Rauchen aufgeben, heimlich die Pille durch ein Placebo ersetzen, heiraten, nur damit Du am Ende als Sieger an Deinem Ziel ankommen kannst, um mit Pauken und Trompeten Einzug zu halten in dein Himmelreich.

Danke kleiner Freund !



April 12th, 2005

10:59 am: Der Magier und die Gedankenklaumaschine


Wieder einmal erwache ich alleine in meinem Gemach, die goldne Sonne kriecht langsam über meine vergitterten Fenster und füllt den kargen Raum mit warmem Licht. Ich Streife mir meine Robe über und frage mich wie so ein Frottee wohl aussehen mag dessen Fell meinen Körper wärmt. Die große Ratsversammlung viel aus, vergiftet wurde ich gestern abend. Dies geschieht mir kein zweites mal mehr. Ich brauche einen Plan, vielleicht einen der sich ebenso mit der Hexerei auskennt wie unsere Unterdrücker.

Meine Zellentür öffnet sich und ein bärtiger Hüne fordert mich auf in den Speisesaal zu gehen. Dort angekommen entdecke ich ein neues Gesicht, eingefallen, furchterregende schwarze Augen. Er zittert. Aus einem metallenen Kasten erklingt Musik, Magie, dies muß derjenige sein den die Vorhersehung mir geschickt hat. Ich frage ihn warum er hier gefangengehalten wird und er antwortet:

Ich bin ein Junkie, war auf Heroin unterwegs gewesen, habe alles getan für Heroin und nun haben sie ihn hier hineingesteckt.

Ein Junker der Heroin ? Hm ich kenne diese Göttin zwar nicht aber ein Junker ist immer ein edler Recke und außerdem kennt er sich mit Magie aus, sein Kasten ist der beweis. Verschwörerisch blinzle ich ihm zu und sage ihm das ich vorhabe hier die Herrschaft zu übernehmen und er, ein Magier und Junker der Heroin soll mein treuer Begleiter sein.

Einer der weißen kommt auf mich zu und fordert mich auf ihm zu folgen. Na endlich werde ich dem Herrn des Hauses vorgestellt. Eine Tür in großen Lettern steht dort EEG - EEG ? Was dies wohl heißen mag ?

Eeg - ist das der Name des Grafen ? Ich werde gebeten auf einem Stuhl platz zu nehmen und wiedereinmal werden meine Hände festgeschnallt. Eine Krone voll seltsamer Fäden wird mir über den Kopf gezogen und eine furchterregende Maschine knattert leise vor sich hin.

Was tut ihr, elendes Gesindel ? schreie ich und versuche krampfhaft an andere Dinge zu denken, Nein meine Gedanken werdet ihr nicht lesen, Ihr nicht ! Und ich schreie und strample um mein Leben.

Ein Stich, immer wieder diese Stiche und die wohlbekannte Wärme erfüllt mich wieder. Wann werde ich resitent gegen dieses Gift denke ich mir noch und schlafe wieder ein




April 11th, 2005

10:34 am: Zum jüngsten Gericht Pommes dazu !


Retten wir den Planeten !

Lange Zeit haben sich Menschen gedanken darüber gemacht wie wir diesen Planeten retten können. Kyoto, UN, Greenpeace und wie sie alle heißen mögen. Alle sind nur mit kleinen Teilerfolgen abgespeist worden und eine kleine Gruppe von Menschen schläft wiedereinmal friedlich den Schlaf der Gerechten. Unglaublich ihre Aufgabe, ein Märchen, kleine Helden die es wiedereinmal geschafft haben den Fürsten ein Schnippchen zu schlagen und dann wieder in den alten Trott zu verfallen. Weltrettungskarneval ! Narren die immer noch nicht begriffen haben das der Feind in unseren Köpfen steckt und Machtgier und Kapital heißt.

Das Problem welches diesen Planeten so übel zusetzt heißt Mensch. Du, Ich, alle. Deswegen ist mein Vorschlag zur Rettung der Welt ein einfacher, kostengünstiger und leicht zu realisierender.

Kollektiver Massenselbstmord !

Rotten wir die Menschen aus und die Natur wirds uns danken !
Zeigen wir endlich mal Mut und treten alle gemeinsam ab ! Im Vorfeld könnte es noch ein Fest geben - so eine Art Erntedankfest nur halt andersherum. Jeder trägt dann blau und grün, essen noch ein wenig und dann geht es los.

Ich und ein kleiner Teil von mir handerlesener Individuen bleibt natürlich übrig, um zu kontrollieren das auch alle weg sind.

Bis dahin

don´t panic !



April 8th, 2005

11:12 am: Dem Verlies entkommen


Begandigt wurde ich, die Fesseln wurden gelöst und ich tummle mich wieder unter meinen Vasallen. Narren, dachten diese wirklich ich werde den Kampf aufgeben ? Niemals ! Doch müssen die nächsten Schritte mit bedacht geplant werden. Die Kavalerie ist gefeuert, untreue Gesellen, ihre Pferde werde ich verwursten und aus deren Haare ein Seil knüpfen.

Einen Schmied, ein Königreich für einen Schmied, der uns Waffen und Rüstungen fertigt und des Tyrannen Streitmacht, so sauber in weiße Gewänder gekleidet, würde die Flucht ergreifen und ich wäre endlich am Ziel - der Herrschaft über dieses Haus.

Eine holde Maid, gülden ihr Haar, schlank die Talie und eine Stimme wie Samt reicht mir ein Behältnis aus einem mir unbekannten Material. Es ist weich, aber stabil. Wasser ist darinnen und lächelnd reicht sie mir eine kleine blaue Perle und fordert mich auf diese zu schlucken und mit dem Wasser herunter zu spülen.

Wiedereinmal wird mir warm, Freude schießt aus meinem Bauch und manifestiert sich in meinem Schädel. Unfähig an der geplanten Ratsversammlung teil zu nehemn taumle ich in mein Gemach, Verrat ! Hexe ! Vergiftet wurde ich und schwer schlägt mein Körper auf meinem Lager auf und wirre träume begleiten mich.




April 7th, 2005

09:14 am: Mit Hingabe dem Wahnsinn verfallen



Fordere mich heraus - Schicksal ich bin hier, mir ist alles egal, ich bin bereit mich in Deine Arme zu stürzen und bittere Milch aus Deinen Brustwarzen zu saugen. Oh Göttin die Du da hockst auf Deinen Thron nimm mich in Deine Obhut und zeige mir den Weg ins Nirgendwo. Dort werde ich dann harren und auf meiner kleinen Harfe ein traurig Liedlein trällern. Die Ode ans Leben werde ich dies Melodei dann nennen und zur Minne bereit zurück in Deine Arme sinken.

Gib mir mehr Medikamente Du Göttin in Weiß, damit ich diese Anstalt nicht auf unrechten Wege verlassen werde. Gib mir die bittere Medizin die mein Hirn in Brei verwandelt und meine Schritte verlangsamt. Dann werde ich wandeln, gehüllt in blauen Frottee, vorbei an leeren Hüllen und mich an den Schreien der festgezurrten ergötzen und dies als Refrain in mein traurig Liedwerk einbinden.

Zwei Wegelagerer stürzen sich auf einen meiner Mitreisenden und zerren ihn zu Boden. Raschen Schrittes eile ich herbei um Unheil abzuwenden. Werfe mich heldenmütig auf die Schurken und schlage meine Zähne tief in das weißgekleideten Bein des ersten Harlunken. Verstärkung kam, womit ich rechnete. Eines Feldherren gleich befehligte ich meine Armee und nur weil die Kavalerie nicht gekommen ist verloren wir diese epische Schlacht in den grünen Hallen. Dies sollte als der Feldzug im Gang 3 in die Geschichtsbücher eingehen.

Vier Schergen stürtzen sich auf mich und trotz meiner verzweifelten Rufe meine Vasallen sollen ihren Feldherrn schützen, stach mich eine gläserne Biene in den Arm und ich viel in ein Loch voll Federn und uterusähnlicher Wärme.

Wach wurde ich im Verlies, festgekettet auf einem Bett, unfähig mich zu bewegen.
Hier liege ich immer noch, einsam, aber mit der Gewissheit das die letzte Schlacht noch nicht verloren ist und ich eines Tages den süßen Saft des Triumphes kosten werde.




April 6th, 2005

03:21 pm: Nimmer mehr !


Es klopfte an der Tür, nichts ungewöhnliches eigentlich,
nur die Uhrzeit war sonderbar.
Erneutes klopfen, beharrlich aber nicht unhöflich, schwoll an,
verstummte und manifestierte sich erneut.

Wer mag das sein ? Wer stört um diese Uhrzeit meine Nachtruhe ?
Schlaftrunken, nach der Brille tastend setzen zwei nackte Füße
fast gleichzeitig auf dem Boden auf und tasteten nach den Hausschuhen
um der Kälte die vom Fußboden ausging ein Schnippchen zu schlagen.
Torkelnde Schritte Richtung Tür, vergaß das Licht einzuschalten, weiter
nicht tragisch, er kannte sich ja aus in seinen Gemächern, nocheinmal pochte es
an der Tür. Im Flur dämmerte es bereits und mit warmem Licht kündigte sich der Morgen an.

Erste zweifel kamen in Ihm auf, wer sollte denn klopfen, wer in Gottes Namen würde zu so früher Stunde auf den Beinen sein um ausgerechnet Ihn, Steuerzahler, Demokrat, Lokalpatriot zu stören, hatte er nicht das Recht auf schlaf ? Hatte er nicht das Recht auf privatsphäre ?

Ein schriller Ton zerschnitt die Ruhe und tat kund das der Störenfried die Klingel entdeckt haben muß. Wieder und wieder schellte es und wenn es nicht schellte, dann klopfe es, abwechselnd und manchmal gleichzeitig in einem Rythmus der nichts gutes zu verheißen hatte.

Kalter schweiß zog einen feinen Film über den mittlerweile mit Gänsehaut überzogenen Körper.
Wut kochte in ihm hoch und mischte sich mit dem Gedanken eventuell einfach abzuhauen.
Aus dem Zimmer hinter spielte das Rythmische Klack Klack des Weckers die Melodie der verrinnenden Zeit.

Schwoll an und verband sich mit dem Klopfen und Klingeln zur Synfonie der Qual. Zwei Glocken schrien auf und teilten Ihm mit das die Zeit des süßen Schlafes nun endgültig vorbei ward. Das Klopfen, das Klingeln, das Klack des Sekundenzeigers, die Glocken, alles das Hämmerte mit unverbittlicher Härte auf sein Nervensystem. Nur noch wenige Schritte trennten Ihn und den Türknauf. Zorn färbte sein Gesicht rot, Wut brannte wie ein Höllenfeuer in seinem Bauch. Sein Nervenkostüm bis zum zerreißen gespannt ergriff er die Türklinke, kalter Stahl beschlug sofort als seine Schweißnasse Hand energisch den Öffnungsmechanismus betätigte. Stockte und stellte fest das zugesperrt war.

Wieder das Klopfen und wieder klingeln, wieder und wieder nun beharrlicher und eindringlicher.

Angestrengtes Nachdenken, fast unmöglich, auf der innerlichen Suche nach dem Verbleib des Schlüssels. Zurück ins Schlafzimmer, auf dem Boden lag verteilt die Leibwäsche, welche zwar von gestern war aber noch tragbar. Hosentasche rechts, da war der letze ihm in Erinnerung gebliebene Ort des Türöffners.

Klack, Klack, Klack intonierte der Wecker weiterhin und mit lauten Geschepper zerbrach dieser nun an der Holtäfelung des Zimmers nachdem er ihn beherzt an eben diese mit wutverzerrten Gesicht geschleudert hatte. Triumphale Hitze schoß durch seinen Körper, so wird es nun jeden ergehen der es wagte ihn zu stören, ihn zu wecken und zu belästigen.

Schlüssel in der Hand rannte er zur Tür, zittrig vor Hass und Vorfreude schoß seine Hand in Richtung schloß, bereit den Schließmechanismus zu betätigen, als seine Augen den Kamin streiften und den Schürhacken fixierten. Seine Pupillen verengten sich und die Schläfe pochte hart im Ryhtmus seines durch Adrenalin aufgeputschten Herzschlages. Ein vortrefflich Werkzeug um seinen Argumenten einen noch überzeugenderen Ausdruck zu verleihen.

Linker Hand den Schlüssel, rechts zum Angriff bereit der rußgeschwärzte Hacken. Klick, die Tür ward frei. Ein reißen an der Klinke öffnete die letzte Barriere zwischen Ihn und dem Unruhestifter. Kalte Luft strömte um seine nackten Beine den Hacken hocherhoben hörte er noch

"Guten Morgen die GEZ befinden sich in Ihrem Haushalt nicht angemeldete Fernsehgeräte oder ....."

Explosion, ein irres Gelächter und dann endlich die verdiente Stille.




Current Music: gar keine lag im Bett
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